[Intro] Rote Wolken über der Stadt, als hätte der Himmel unterschrieben. Kein Frieden, noch nicht, aber ein Ende von Knien. [Verse 1] Die Dächer tragen letztes Feuer, der Tag hängt blutig an der Wand. Ich gehe durch die leeren Plätze, mit kaltem Staub auf meiner Hand. Ein Brunnen ohne Wasser schweigt, Münzen liegen schwarz darin. Ich werf nichts nach, ich brauch kein Zeichen, ich weiß, wo ich gewesen bin. [Pre-Chorus] Die Luft schmeckt schwer nach Eisenregen, nach Sommer, der zu lange blieb. Und irgendwo in meinem Brustkorb bricht etwas auf, das nicht mehr liebt. [Chorus] Rote Wolken über der Stadt, deckt meine alten Schwüre zu. Ich steh im Glanz der letzten Stunde und hör mir endlich selber zu. Rote Wolken über der Stadt, kein goldner Thron, kein falscher Schein. Wenn alles hier in Glut versinkt, geh ich mit meinem Namen heim. [Verse 2] Am Platz, wo wir uns früher trafen, steht nur ein Schild, vom Rost zerfetzt. Die Bank ist weg, die Bäume krank, doch nicht mehr alles an mir verletzt. Ich seh die Frau in einer Scheibe, die nicht um Gnade bitten will. Sie trägt das Dunkel wie ein Mantel, nicht als Gefängnis, sondern still. [Pre-Chorus] Vielleicht war Würde nie ein Sieg, nie lauter Jubel nach dem Streit. Vielleicht ist Würde nur der Schritt, den man noch macht in Einsamkeit. [Chorus] Rote Wolken über der Stadt, deckt meine alten Schwüre zu. Ich steh im Glanz der letzten Stunde und hör mir endlich selber zu. Rote Wolken über der Stadt, kein goldner Thron, kein falscher Schein. Wenn alles hier in Glut versinkt, geh ich mit meinem Namen heim. [Orchestral Build-up] Die Mauern glühen einen Atem, die Fenster werden dunkelrot. Ich heb den Kopf und merke leise: Ich fürchte nicht mehr jedes Ende. [Guitar Solo] Der Abend reißt die Straßen auf, die Drums schlagen wie ein Herz. Gitarren tragen meinen Zorn hoch über alten Schmerz. [Final Chorus] Rote Wolken über der Stadt, ihr malt mir keine Wunde mehr. Ihr seid das Feuer vor dem Wechsel, ihr seid der Himmel, schwer und fair. Rote Wolken über der Stadt, kein goldner Thron, kein fremdes Recht. Ich stehe hier und werde größer, nicht unverwundbar, aber echt. [Outro] Rote Wolken ziehen langsam, die Stadt wird schwarz und weit. Morgen wartet hinter Mauern, doch noch ist Abendzeit.